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Chronik der Jugendfeuerwehr Hausen

In Frankfurt gibt es die Jugendfeuerwehr noch gar nicht so lange. Hausen war der siebte Stadtteil, dessen Freiwillige Feuerwehr sich entschloss, eine Jugendabteilung ins Leben zu rufen.

Aufgrund schwindender Mitgliederzahlen wurde bei einer Vorstandssitzung die Überlegung angestellt, dem damaligen Trend folgend sich den Nachwuchs aus eigenen Reihen heranzubilden.

Mit knappem Abstimmungsergebnis wurde die Gründung der Jugendfeuerwehr Hausen dann beschlossene Sache.

Anfang März 1976 veranstaltete die Wehr einen Informationsabend, zu dem sie Jugendliche einlud, die Interesse an der Arbeit der Feuerwehr zeigten. Der damalige Stadtjugendfeuerwehrwart Uttendorfer und der damalige Amtsleiter der Branddirektion, Herr Achilles, Wehrführer Erwin Kynast und weitere Mitglieder der Feuerwehr informierten die Anwesenden.

Bei diesem Treffen fanden sich 15 Jugendliche, deren erster Dienst im April 1976 begann. Der eigentliche Gründungstermin war allerdings schon am 10. März 1976.

Seitdem hat sich viel ereignet! Der erste Jugendfeuerwehrwart Wolfgang Beyer legte den Grundstein für die Ausbildung der Jugendlichen. Gemäß der Jugendsatzung wählte die Jugendfeuerwehr ihren ersten Jugendausschuss, dessen damaliger Jugendsprecher der heutige stellvertretende Wehrführer und stellvertretende Vereinsvorsitzende Walter Barthel ist.

Die Übungen und Unterrichte in der Aufbauphase wurden von erfahrenen Kameraden der Einsatzabteilung unterstützt und mitgestaltet.

Da unser damaliges Gerätehaus, der Schlauchturm des im Krieg zerstörten alten Gerätehauses, im 1. Stock nur einen 9 qm großen Unterrichtsraum hatte, fand die Jugendfeuerwehr, wie auch unsere beiden damaligen Fahrzeuge, ein kleiner Unimog als Tanklöschfahrzeug sowie ein Schlauchwagen des Katastrophenschutzes, eine vorübergehende Bleibe in den Räumlichkeiten des THW im Industriehof.

Erst am 09.09.1977 nach dem Neubau eines Gerätehauses, das schon damals zu klein war, fand dieses Provisorium ein Ende.

Trotzdem denken wir gerne an die gemeinsame Zeit mit dem THW zurück und danken ihnen für ihre unbürokratische und kameradschaftliche Hilfe.

Bereits kurze Zeit nach der Einweihung konnte die Jugendfeuerwehr den erworbenen Ausbildungsstand und ihre Leistungsfähigkeit kritischen Zuschauern bei Schauübungen und Leistungswettkämpfen unter Beweis stellen.

Am 14.01.1977 nahm Karl-Otto Hafner mit einem Stellvertreter Michael Winter die Stelle von Wolfgang Beyer als Jugendwart ein.

Er sorgte weiterhin für eine gute Stimmung in der Gruppe und durch den verbissenen Einsatz der Mitglieder und dem Ansporn des Jugendfeuerwehrwarts bei Übungen und Unterrichte konnte der Ausbildungsstand weiter verbessert werden, was sich bei vielen Wettbewerben zeigte, auch schon bei der Gerätehauseinweihung im September 1977, wo ein neuer Wimpel vorgestellt werden konnte.

Natürlich durfte auch der Spaß bei unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten nicht fehlen. So fand schon 1979 das erste Zeltlager in Steinau an der Straße statt. Dieses Zeltlager wurde inzwischen zu einer festen Institution, aus der schließlich am 23.06.1984 ein Freundschaftsvertrag mit der FF-Steinau hervorgegangen ist.

Alle, die je an einem Zeltlager in Steinau mitgemacht haben, könnten unzählige Anekdoten zum Besten geben:

  • das Zelten - auch bei Regenwetter - auf einer Wiese
  • früher gutes Essen bei Frau Frohn, heute verpflegen wir uns selbst
  • das morgendliche Wecken mit Blaulicht und Martinshorn
  • laute Trompetensignale, mit denen wir oft zum Essen gerufen werden
  • Besuche im Schwimmbad, in der Eisdiele, etc.
  • 5 Tage Feuerwehr, Kameradschaft und Spaß!

All dies und die ganz besondere Atmosphäre des Ortes sind etwas Einmaliges, das man einfach erlebt haben muss.

Zum 100. Geburtstag der Hausener Wehr 1982 halfen auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr tatkräftig mit. Als Statisten oder als Aktive der Einsatzabteilung gaben sie ihr Bestes.

A propos Übertritt:
Das erste Mitglied der Jugendfeuerwehr, Harald Lüder, ist schon am 14.10.1977 in die Einsatzabteilung übergetreten. Auch heute noch wird die eigentliche Überlegung von 1975/76 deutlich: in der jetzigen Einsatzabteilung befinden sich 24 ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Sogar das weibliche Geschlecht war der Arbeit in der Feuerwehr nicht abgeneigt. Nach langer, kontroverser Diskussion wurde am 06.10.1981, zum 5-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr, das erste Mädchen aufgenommen, das mit gutem Beispiel voranging und am 01.01.1985 in die Einsatzabteilung übertrat.

Ihr folgten bis heute immer wieder andere Mädchen, die zum Teil inzwischen in der Einsatzabteilung ihren Mann stehen. Dass dieses Hobby für sie nicht nur eine Freizeitbeschäftigung darstellt, beweist, dass sie trotz Familie weiter ihren Dienst versehen. Bemerkenswert ist auch, dass alle Mädchen der damaligen Jugendfeuerwehr sich einen Feuerwehr-Ehemann geangelt haben, mit dem sie sich abwechselnd sogar die Einsätze teilen.

1988 folgte schließlich auf Karl-Otto Hafner, der vorherige Jugendfeuerwehrwart Walter Barthel, damals unterstützt von Richard Buchner, offiziell als Stellvertreter des Jugendfeuerwartes gewählt.

1990 wurde auf Vermittlung des Wachvorstehers der Feuerwache 4 eine Freundschaft mit der FF-Wundersleben in Thüringen geknüpft. Die kameradschaftliche Verbindung zu dieser Thüringer FF wird auch von der Jugendfeuerwehr durch Besuche, Übungen und Zeltlager unterstützt.

Heute nach über 20 Jahren hat Hausen eine 4 Mitglieder zählende Jugendfeuerwehr mit 1 Mädchen und 3 Jungs im Alter zwischen 20 und 21 Jahren. Obwohl ihr Durchschnittsalter sehr jung ist, hoffen wir doch, dass ihre Begeisterung für die Feuerwehr bis zu einem Übertritt in die Einsatzabteilung anhält. Der Einsatzabteilung wie der Jugendfeuerwehr unter der Führung von und seinem Stellvertreter Tobias Hackel stehen für ihre Arbeit mittlerweile 2 große, moderne Löschfahrzeuge und ein VW-Bus zur Verfügung. Auch die räumliche Enge im Gerätehaus konnte 1995 durch einen Anbau unter großen Eigenleistungen von Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr gelindert werden.

Neben der üblichen feuerwehrtechnischen Ausbildung in Übung und Unterricht sowie allgemeiner Jugendarbeit sollte man zum Schluss noch einige besondere Aktivitäten stichpunktartig erwähnen:

  • Unzählige Schauübungen bei Feuerwehr-Jubiläen, viele Feuerwehrwettkämpfe, auch zur Erlangung der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr DJF, Besichtigungen von Dienststellen der Branddirektion und Gerätehäusern anderer Feuerwehren wurden durchgeführt
  • Schon seit 1977 finden regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse mit dem Malteser Hilfsdienst statt, die seit langem von unserem Ehrenmitglied Karl-Heinz Walker geleitet werden. 1984 haben im Gegenzug Hausener Jugendfeuerwehrleute als Verletztendarsteller bei zwei Großübungen des Malteser Hilfsdienstes MHD mitgewirkt.
  • Die Teilnahme an Fußballturnieren und an Feuerwehrmärschen in Pohlheim bzw. Steinau sind zusätzliche sportliche Aktivitäten
  • Schon mehrmals wurde mit der Anglerjugend an der Reinigung der Nidda-Ufer mitgewirkt
  • Fast jedes Jahr hilft die Jugendfeuerwehr bei Martinszügen, bei den Hausener Stadtteilfesten oder beim Befüllen städtischer Schwimmbäder
  • Erwähnenswert sind auch Besuche bei der Stadtverordnetenversammlung im Römer, eine Fahrt zum Bundestag nach Bonn 1988, ein Besuch des Hessischen Rundfunks, wo mit der Jugendfeuerwehr im Hörfunk ein Interview gemacht wurde sowie eine Fahrt zur Weltaustellung EXPO 2000